| Märchen, Geschichten, Erzählungen |
| Die Tatzenbande im Drachenland - Teil 3 | |
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Inzwischen bei Kuma und Neko: |
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| Da sieht er wie die beiden gerade an seinem Bau vorbei laufen. "He, Ihr Beiden", ruft er. "Seid Ihr vielleicht die Beiden Fremden, die einen Wolf suchen?" Neko dreht sich zu ihm um: "Woher kennst Du unseren Freund? Hast Du ihn gesehen?" "Ja, wir haben heute Morgen noch ein kleines Schwätzchen gehalten. Und er wollte zurück in seine Höhle." Kuma und Neko kommen nun auf den Kleinen zu. Dieser will sich schon zurückziehen, weil ihm Kuma nicht geheuer ist, da spricht ihn Neko nochmals an: "Nicht weglaufen, wir tun Dir nichts. Und wir suchen tatsächlich nach diesem Wolf. Er ist unser Freund." Peckinpah kommt wieder aus seiner Höhle und sieht die Beiden an. "Also Euer Freund kommt immer hier vorbei, wenn er zum See geht. Und da haben wir uns auch getroffen, und ich habe ihm erklärt wo er ist. Er schien nicht genau zu wissen, wie er hierher geraten ist. Um ehrlich zu sein, ist mir das auch nicht so klar. Da bis jetzt noch nie jemand aus dem anderen Land zu uns gekommen ist." | |
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| Kuma setzt sich auf seine Hinterbeine und überlässt Neko das Gespräch. "Das kann ich mir denken, dass Okami keine Ahnung hat. Wir wissen auch nur Bescheid, da wir drüben in unserer Welt einen alten Schamanen getroffen haben, der uns alles erzählt hat. Könntest Du uns vielleicht sagen, wo wir die Höhle, von der Du erzählt hast, finden?" "Genau weiß ich es leider auch nicht. Aber der Wolf kommt immer aus dieser Richtung." Mit diesen Worten zeigt Peckinpah hinter sich. "Na schön, vielen Dank für Deine Hilfe. Werden wir also in dieser Richtung suchen." Mit diesen Worten dreht sich Neko wieder um und läuft in langen Sprüngen in die Richtung aus der sie gerade gekommen waren. | |
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| Kuma folgt ihr etwas langsamer. Nach
einiger Zeit, Neko hat ihr Tempo auch verlangsamt, fragt Kuma sie: "Glaubst
Du, wir können diesem kleinen Pelztier da trauen?" "Was bleibt
uns anders übrig, suchen müssen wir auf jeden Fall. Und da ist
es doch egal wo wir anfangen." Kuma überlegt einen Moment: "Da
hast Du auch wieder Recht. Also suchen wir weiter, aber vielleicht sollten
wir die Höhle dort suchen, wo auch Gesträuch und Bäume und
Büsche stehen. Denn so wie ich Okami kenne, wird er sich eine Höhle
gesucht haben, die etwas versteckt liegt." "Nicht schlecht, Kuma. Da kannst Du durchsaus richtig liegen." Neko nickt Kuma zu. "Also suchen wir ein bisschen im Gebüsch." Sie wollen gerade weitergehen, da erscheint fast wie aus dem Nichts Okami vor ihnen. "Na endlich, ich dachte schon Ihr kommt gar nicht mehr." Neko springt ein bisschen in die Luft, sie hatte nicht so plötzlich mit dem Auftauchen von Okami gerechnet. "Hast Du mich erschreckt. Aber Gottseidank, haben wir Dich endlich gefunden. Es gibt viel zu erzählen." "Na da bin ich ja gespannt. Also folgt mir, ich bringe Euch zu meiner Höhle, da sind wir am sichersten. Außerdem ist es dort etwas kühler." Okami geht den beiden voran zur Höhle. Als die Drei nun wieder zusammen sind fordert Okami Neko auf zu berichten. "Wir wurden kurze Zeit später nach Dir wach und sahen noch wie Du im Nebel dieses Waldes verschwandst. Wir wollten sogar auch gleich hinter Dir her, aber da war dieser Schamane, der uns aufhielt. |
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| Er nahm uns mit zu seinem Tipi und fing an zu erklären, was es mit dem Wald und dem Nebel auf sich hat. Also, dies ist. das Land Dnalnehcard. Es gibt hier noch Drachen und diese werden von Rittern, das sind diese merkwürdig gekleideten Menschen, die wir schon auf unserer Seite gesehen haben, gejagt. Katschkomo, der alte Medizinmann, erklärte uns weiter, das in einer sehr frühen Zeit einmal Wölfe und Drachen in einer Symbiose lebten. Die Drachen haben die Wölfe beschützt, dafür haben die Wölfe das dringend benötigte Feuerkraut für die Drachen gesucht. Irgendwann trennten sich die Wege und so entstand dann wohl auch dieses Land hier. Aber Genaueres konnte uns der Schamane auch nicht sagen. | |
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Wichtig ist nur, dass in einer Weissagung
seines Stammes, wir bestimmt sind den Drachen zu helfen. Dafür haben
wir von ihm ein Drachenamulett bekommen, das uns dabei helfen soll. Leider
konnte er uns nicht sagen, was wir tun müssen oder wie wir helfen sollen."
Okami hatte dem Bericht gelauscht ohne ein einziges Mal zu unterbrechen.
Jetzt legte er sich auf seine Vorderpfoten und schloss die Augen. Er musste
erst einmal darüber nachdenken. Kuma und Neko, die ihn kannten, ließen
ihn erst einmal in Ruhe. Nach einiger Zeit, Kuma war schon fast eingeschlafen,
setzte sich Okami auf und sprach zu den Beiden: "Da wir nicht genau
wissen wie oder wo wir helfen sollen, würde ich vorschlagen, wir gehen
weiter in das Landesinnere. Vielleicht treffen wir auf einen Drachen oder
jemand anderen, der uns weiterhelfen kann." "Nun ja, etwas Besseres
fällt mir auch nicht ein", entgegnet Neko, "also machen wir
uns auf den Weg und sehen zu, was auf uns zu kommt." Gesagt getan,
die Drei verließen die Höhle und diesmal übernahm Okami
wie ganz selbstverständlich die Führung. Zuerst einmal ging er
Richtung des Sees, um noch einmal zu trinken. Dabei kam er am Bau von Peckinpah
vorbei. "Na, da habt Ihr ja Euren Freund gefunden. Und was habt Ihr
jetzt vor?" Okami gibt dem Kleinen Antwort: "Ja, wir haben uns
wieder gefunden. Und nun werden wir uns auf die Suche nach dem Drachen machen."
Peckinpah hüpft ganz hektisch herum: "Seid Ihr verrückt,
einen Drachen wollt Ihr suchen? Was ist denn in Euch gefahren?" Okami
knurrt jetzt etwas gereizt: "Zum Einen geht es Dich nichts an, und
zum Anderen habe ich nun keine Zeit mehr Dich über alle unsere Beweggründe
aufzuklären. Also leb wohl, und vielleicht sehen wir uns ja noch einmal
wieder." Damit ging Okami weiter und Kuma und Neko folgten ihm. Nachdem
sie sich am See gestärkt hatten schlugen sie die Richtung zum Inneren
des Landes ein. Sie mussten einige Tage gehen, aber immer wieder hörten
sie diese merkwürdigen Laute, oder Gesänge. Dann eines Tages trafen
sie einen Falken und dieser schien sie gesucht zu haben. Der Falke flog
einige Zeit über ihren Köpfen dahin. Irgendwann machten die Drei
Rast und auch der Falke ließ sich auf einem Ast in der Nähe nieder.
"Das ist schon merkwürdig mit diesem Vogel, er folgt uns schon
eine ganze Zeit lang. Vielleicht sollten wir ihn fragen, ob er etwas von
uns will." Kuma brummte laut vor sich hin. Neko, die auch schon etwas
unruhig geworden war, erwiderte: "Da hast Du nicht so ganz unrecht.
Aber wenn er etwas will, könnte er sich ruhig bei uns vorstellen und
mit uns reden. Was sagst Du dazu Okami?" Okami hatte sich erhoben sah
zuerst Neko und dann Kuma an |
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Machte
einen großen Sprung auf den Baum auf dem der Falke saß zu,
und knurrte den Torsi an: "He Du, wenn Du was von uns willst, komm`
gefälligst her und sage endlich was los ist. Deine ständige
Begleittour geht uns nämlich langsam auf die Nerven." Der Falke
war erschrocken aufgeflogen und kreiste erst einmal über den Köpfen
der Drei. Da die Tatzenbande aber keine Regungen zeigte und abwartete,
was nun als nächstes geschehen würde, setze sich der Tori wieder
auf den Baum unter dem Kuma, Neko und Okami saßen. Endlich setzte
der Vogel zum Reden an: "Entschuldigung, dass ich Euch nicht schon
früher angesprochen habe, aber ich wusste nicht, ob Ihr diejenigen
seid, die ich suche. Mein Name ist Kokoro, und nun bin ich froh Euch gefunden
zu haben. Denn Ihr müsst uns hier im Land Dnalnehcard unbedingt helfen."
Neko ergriff wieder das Wort: "Na endlich, wir dachten schon Du redest
nie mit uns. Gut dass Du zu uns kommst, wir wissen zwar, das eine Bestimmung
uns voraus gesagt wurde, aber wir wissen leider nicht wie und wo oder
wem wir helfen sollen." |
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| Kokoro kommt vom Baum herunter geflogen und setzt sich auf die Erde vor die Drei. "Ihr müsst uns, dem ganzen Land helfen." Okami unterbricht den Falken: "Also wie wäre es, wenn Du einfach von vorne an, uns alles berichten würdest. Und mir scheint, Du weißt eine Menge." Neko und Kuma sehen Okami seltsam an, soviel hat dieser in letzter Zeit noch nie zu sagen gehabt. "Gut, wo fange ich am Besten an? Bei den Drachen, die es hier in diesem Reich gibt. Es gab vor einigen Jahrzehnten noch Hunderte von ihnen, aber sie wurden durch die Ritter, die glaubten, die Drachen würden nur Unheil über das Land bringen, fast vollständig ausgerottet. | |
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| Die Wenigen, die noch überlebt hatten zogen sich immer weiter zurück, und versuchten ihre Eier zu schützen. Und so kam es irgendwann, dass ein Drache allein auserkoren wurde, alle Eier zu beschützen, während die anderen Drachen gegen die Ritter und Menschen zogen, um sie von der Brut abzulenken. Doch das Traurige ist, es wurden nach und nach alle Drachen vernichtet und so blieb nur dieser Eine übrig, den man Saigono nennt. Er versteckt sich mit den Tamagos in einer Höhle, die in einer tiefen Schlucht liegt und nur sehr schwer zugänglich ist. | |
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Da aber alle anderen Drachen nicht
mehr leben, muss er ab und zu bei den Menschen auftauchen, damit sie nicht
die Eier finden. Aber es wird immer gefährlicher für ihn, er hat
zwar magische Fähigkeiten, deshalb denken die Ritter ja auch noch es
gäbe mehr als einen Drachen, aber selbst für Saigono gibt es bestimmte
Grenzen. Und darum müsst Ihr ihm helfen von hier fort zu kommen. Der
Sage der Drachen nach muss es noch ein Tor in dieser Welt geben, das in
eine weitere Dimension führt." "Du meinst, es gibt außer
unserer und dieser hier noch eine Welt?" Neko ist wirklich erstaunt.
Kokoro antwortet ihr: "Nein, es gibt nicht nur Eure Welt und unsere
hier, sondern wahrscheinlich auch noch viele weitere Welten. Aber selbst
ich kann Euch diese Frage nicht mit vollständiger Sicherheit beantworten.
Ich weiß nur soviel, dass es auf jedenfall ein Tor hier in unserem
Reich gibt, das zu einer Landschaft führt, die noch unbewohnt von Menschen
ist. Und dort könnte Saigono die Eier in aller Ruhe ausbrüten."
"Jetzt wird's wirklich interessant", brummt da Kuma, "wir
haben ja schon viel erlebt, aber das hier, ist doch wohl das Tollste."
Neko mischt sich auch ein: "Da muss ich Dir Recht geben Kuma, das ist
wirklich ein bisschen viel Abenteuer auf einmal. Wir sollen wir denn mit
einem Drachen reden, oder sogar seine Eier in Sicherheit bringen?"
"Da kann ich Euch vielleicht helfen." Meldet sich wieder Kokoro
zu Wort.
"Die Drachen kannten mich alle und ließen mich auch an sich heran,
sodass wir mit Saigono sprechen könnten." "Gut, dann wäre
das mit der Verständigung erst einmal geklärt, bleibt noch das
zweite Problem das Tor zu finden und das dritte Problem die Eier und Saigono
in die andere Welt zu schaffen." Neko schüttelt etwas ratlos ihren
Kopf. "Auch das dritte Problem ist eigentlich schon gelöst. Ich
sagte doch, Saigono hat magische Fähigkeiten und könnte so die
Tamagos, wenn wir den Eingang gefunden haben, in das neue Land schweben
lassen. Das Wichtigste ist erst einmal das Tor zu dieser Welt zu finden.
Habt Ihr nicht eine Idee oder irgendeine Hilfe mitbekommen?" Fragt
der Falke die drei von der Tatzenbande. |
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| Aber weder Neko noch Okami haben
die rettende Idee. Da meldet sich Kuma zu Wort: "Was ist eigentlich
mit dem Amulett, dass uns der Schamane gegeben hat?" Jetzt ist Okami
etwas erstaunt: "Welches Amulett, davon habt Ihr mir noch gar nichts
erzählt?" Neko entschuldigt sich: "Oh, das hatten wir bei
der ganzen Aufregung völlig vergessen. Aber das wäre eventuell
eine Möglichkeit wie wir das Tor zum Land Kazegafuku finden können."
Wieder mischt sich nun auch der Falke in das Gespräch: "Wie kommst
Du auf diesen Namen? Das ist mehr als merkwürdig, denn genau so nennen
die Drachen dieses Land." Neko legt ihren Kopf schräg: "Ich
weiß nicht, mir ist der Name einfach so in den Sinn gekommen. Ich
weiß nicht einmal, was er bedeutet." Da lässt sich wieder
Okami vernehmen: "Es bedeutet: Der Wind weht. Aber fragt mich jetzt
nicht woher ich das weiß." Kokoro spricht mehr zu sich selber:
"Ihr seid schon ein ungewöhnliches Trio. Es ist wie in der Weissagung
erzählt wird. Drei werden es sein: Sie werden helfen und doch nicht
wissen. Sie werden es vollbringen und dann wieder gehen." Und nun an
die Drei gerichtet: "Dann wollen wir aufbrechen. Wir werden noch weit
gehen müssen zu der Kyokoku. Aber zeigt mir doch erst einmal dieses
Amulett." Kuma kommt etwas näher und hält es dem Falken hin.
Dieser betrachtet sich das Omamori, kann aber nichts Besonderes entdecken.
"Ich habe leider keine Ahnung, was zu tun ist. Aber da ich an die Weissagung
glaube, wird es eine Lösung geben. Sie wird sich schon zu erkennen
geben." "Diese Erfahrung haben wir auch schon gemacht", spricht
Neko, "lass uns also aufbrechen. Und so ziehen die Viere los auf der Suche nach dem Tor ins Land Kazegafuku.
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